Wilfried Louis      Februar 2000                                                   


Nach einer Zeit der grenzenlosen Entdeckung, folgt vielleicht
eine Zeit der Entdeckung der Grenzen.

Bernd Stoy, deutscher Essayist (geb. 1935)


Wenn wir uns mit dem Thema der Schöpfung wissenschaftlich befassen, brauchen wir zunächst, für die Beantwortung dieser Frage, eine klare Vorstellung was eine wissenschaftliche Theorie ist und in welchem Bezug sie zu unseren Fragen steht.

Die einfachste Auffassung über eine Theorie ist ein Modell (z.B. das Universum ) sowie einzelne Regeln und dessen Größen, die wir innerhalb des Modells in Beziehung unserer Beobachtung setzen. Die Gesamtheit dieser Regeln bilden eine experimentelle Methode. Sie ist aber kein sicherer Weg um die Wirklichkeit zu erfassen. Denn eine Theorie existiert  immer nur in unserer Vorstellung, eine konkrete Wirklichkeit beinhaltet sie ebenfalls nicht; was immer das für die Wirklichkeit unserer Existenz bedeutet.

Die Wissenschaft hat nicht den vorrangigen Anspruch die Wahrheit zu finden, sondern vielmehr der Weg, den man folgen muss, wenn man das Wissen in einer bestimmten Zeit vom realen und illusorischen trennen will. Im Kern ist, nach Peter Brian Medowar, das erste Ziel der Wissenschaft nicht so sehr die Wahrheit zu erkennen, als sich vor Fehler zu schützen.

Fragen über den Ursprung der Schöpfung und den Grundlagen unserer Welt versucht die Wissenschaft, seit der Zeit der Aufklärung (17. Jahrhundert), mit immer komplizierteren und technisch aufwendigen Modellen zu beantworten. Ihre Antworten führen uns in die Tiefe des Universums und bringen uns bis an den Rand der Entstehungsgeschichte der Materie. Doch eine umfassende Antwort auf alle Zusammenhänge in unserem Universum können sie nicht definieren.

(siehe meine Homepage) "Die Geschichte der Materie"

Bei der Erforschung unserer Welt stellt die Wissenschaft der Physik den mathematischen Eckpfeiler für das Modell des heutigen Weltbildes. Fragen nach Ursprung, Beschaffenheit oder dem Wesen des Universums  werden in der klassischen Physik mit den "Prinzipien"( z.B. das Energieerhaltungsgesetz ) und den "Naturgesetzen" erklärt. Das heißt, die Physik und deren Disziplinen versuchen an Hand von wissenschaftlichen Modellen und Theorien Gesetzmäßigkeiten zu formulieren, die aufgrund ihrer deterministischen Vorhersage, als eine "Allaussage" interpretiert wird und somit ein Naturgesetz darstellt. Die Grundlagenforschung der klassischen Physik besteht im wesentlichen aus drei Prinzipien: Kausalität, Stetigkeit und Objektivierbarkeit, ohne die eine Formulierung  und Berechnung der Modelle und dessen Gesetzmäßigkeiten nicht möglich ist. Die Kosmologen gehen heute davon aus, das die uns bekannten Gesetze überall im Kosmos dieselbe Gültigkeit haben.
Die Welt, so behauptet die Naturwissenschaft seit Jahrhunderten, sei durch die Naturgesetze geregelt und somit auch durch sie erklärbar. Doch Versuche eine Weltformel für die Natur zu schaffen waren immer wieder zum Scheitern verurteilt. Mit der Formulierung der  Naturgesetzen und der  daraus folgenden Theorien,  kann mit stetig zunehmender Exaktheit erklärt werden, wie Ereignisse in unserer Welt funktionieren und welche Zusammenhänge es zwischen den einzelnen Dingen bestehen, allerdings nicht, "warum" sie es so ist.

Die Frage nach dem Sinn der Ereignisse kann die Naturwissenschaft uns nicht beantworten?

Der entscheidende Durchbruch, so glaubte man, war der Versuch Naturgesetze in der Sprache der Mathematik zu formulieren. Galilei tat dies als erster mit den "Fallgesetzen", Kepler hatte als Entdecker der "Planetengesetze" damit Erfolg und Newton brachte die Methode mit seinen "Fluxionen" bzw. "Differentialberechnungen" zur Vollendung. Ihre Entdeckungen machte unsere Welt  verständlicher und zugleich auch komplizierter, wobei Jahrtausend alte philosophische und religiöse Dogmen in Frage gestellt bzw. widerlegt wurden. die Verlässlichkeit der Naturgesetze ist somit unabdingbar für die kosmologischen Ereignisse und somit für unsere eigene Existenz. Doch eine Weltformel die eine Interpretation für alle universellen Vorgänge aufweist, ist den Naturwissenschaftlern bis heute noch nicht gelungen.

Im Juli 1999 traf sich in Potsdam die Elite der Physik, an der Spitze das Physikgenie
Edward Witten aus Princeton. Auf dieser String-Tagung läutete Witten die zweite String-Revolution ein. Diese Stringtheorien sollen das Gedankengebäude der Relativitätstheorie und der Quantentheorie vereinigen, was einem Urgesetz gleichkommen würde. Bis heute kennt die Physik keine mathematische Formel, die  Makro- und Mikrowelt zu einem  Naturereignis vereinigen kann. M. Green und J. Schwarz entwickelten 1984 die Theorie, dass Teilchen nicht als unendlich kleine Punkte betrachtet werden, sondern als vibrierende Fäden in einer endlichen Länge die in einem zehndimensionale Raumzeit-Gefüge existieren. Auch wenn man glaubt dies habe nichts mit der Wirklichkeit zu tun, so konnte E. Witten dies Stringtheorie durch weitere Gleichungen, mit einer elfte Dimension,  vervollständigte. Diese sogenannte „M-Theorie( siehe: "S-Matrix" in Kapitel Philosophie unter Quellennachweis) vermochte selbst Witten nicht als mathematische Formel niederzuschreiben.6) 
So unbegreiflich auch dies Theorien für den "normalen" menschlichen Verstand auch sein mag,  so zeigen sie uns zumindest, dass die von eine Physikelite erbrachten Theorien vielleicht  nur dazu da sind, um uns ein weiteres mal zu beweisen, dass die Natur sich nicht in das Korsett von Zahlen zwingen lässt.
Die Relativitätstheorie beschreibt das ganz Große und alles was sich bewegt, die Quantenmechanik beschreibt das ganz Kleine und alles was existiert. Trotz ihrer experimentellen Unvereinbarkeit besitzen sie die kosmologische Gemeinsamkeit eines universellen Ursprungs, der sich aus dem Urknall einer energetischen Singularität vollzog. Daraus folgert, dass wir ein Teil des Universums nur dann vollständig beschreiben können, wenn wir das ganze Universum beschreiben.
Die Existenz einer elementaren Verlässlichkeit der Naturgesetze wird mit der atomaren und subatomaren Physik zunehmend unwahrscheinlicher, so dass die Frage nach dem Wesen der Dinge, an Hand von Modellen der klassischen Physik nur unvollständig beantwortet bleiben.


Am 14. Dezember des Jahres 1900 starben die Grundlagen der klassischen Physik, mit dem Vortrag von Max Planck, vor der Berliner Physikalischen Gesellschaft, über die Wärmestrahlung, sogenannter schwarzer Körper.

Unter Wärmestrahlung versteht man das Phänomen, das Materie, wenn man sie erhitzt, zu glühen beginnt, rot- bei hohen Temperaturen schließlich weißglühend. Die Experimente mit dieser Strahlung widersprachen auf unerklärlicher Weise den klassischen Modellen der Physik. Danach hätten die elementaren Strahler die Wärmeenergie in stetigen Werten emittieren müssen. Planck fand eine geniale Lösung. Alles klärte sich, sobald er auf Stetigkeit verzichtete und annahm, das die Wärmeenergie in dosierten Werten, häppchenartig, in sogenannten "Energiequanten" abgestrahlt werde. Das war die Geburt der "Quantenphysik".

3) Mit der Entdeckung  und Vertiefung der Quantentheorie, über den Photoeffekt bis zur Unschärferelation, durch die Wissenschaftler: Planck, Einstein, Heisenberg und Bohr, in den 20er Jahren dieses Jahrhunderts, hat die Physik ihre objektive Realität verloren.
1927 hatte Heisenberg entdeckt, dass die Bahn eines Elementarteilchen erst dadurch entsteht, wenn man nach ihr Ausschau hält. Sucht der Beobachter statt dessen nach einer Frequenz, verhält sich das "Teilchen" als "Welle" , also eine im Raum ausgebreitete Schwingung oder Frequenz, die über keinen definierbaren Ort oder exakte Bahn verfügt. Dieser fundamentale Unterschied liegt nicht in der Art des Quantenstoffes begründet, sondern in dem was der Beobachter zu sehen beliebt. Im unbeobachteten Zustand existieren sowohl Teilchen als auch Wellen in einem Wahrscheinlichkeitszustand bzw. visuellen Möglichkeitsfeld, dessen Wirklichkeit nur der Beobachter bestimmt. Dieser erkenntnistheoretische Schock
(
Wer von der Quantentheorie nicht entsetzt ist, hat sie nicht verstanden "Niels Bohr")
wird auch noch nach 60 Jahren als ein Messfehler verstanden. (Subatomare Ereignisse seien eben subtil, so dass unsere groben Instrumente sie zwangsläufig beeinflussten).
Unzählige Bemühungen Heisenbergs "Unschärferelation" in der Quantenphysik oder Einsteins "Allgemeine Relativitätstheorie" dem menschlichen Vorstellungsvermögen näher zu bringen, scheitert nicht zuletzt an der sprachlichen Möglichkeit, mathematische Gesetzmäßigkeiten verbal zu erklären.

Heisenberg schrieb: Das schwierigste Problem hinsichtlich des Gebrauchs der Sprache wird aber durch die Quantentheorie gestellt. Hier gibt es zunächst keinen Leitfaden, der uns erlaubte, die mathematischen Symbole und den Begriffen mit der gewöhnlichen Sprache zu verknüpfen. Das einzige was man weiß, ist die Tatsache, dass unsere gewöhnlichen Begriffe auf die Struktur des Atoms nicht angewendet werden können.3)

Doch, woher wissen wir, ob diese mathematische Sprache die Wirklichkeit widerspiegelt?
Tatsächlich ist, dass mathematische Berechnungen, wissenschaftliche Beobachtungen und theoretische Erkenntnisse nur über unsere kognitive Erfahrungswelt erklärbar sind. Auch Lastwagen und Wolkenkratzer zeigen im Prinzip Quanteneigenschaften, nur machen die kurzen Wellenlängen es unmöglich ihren Effekt zu beobachten.
Zu den Erkenntnissen der modernen Physik gehört, dass der Beobachter die Wirklichkeit die er untersuchen will erst schafft. Doch woher weis z. B. das Modell der Quantenmechanik wonach der Beobachter Ausschau hält?
So ist die Wirklichkeit die wir kennen  nur das Produkt unserer eigenen Wahrnehmung und die ist so unwirklich, wie der Horizont uns das Ende der Welt vor spiegelt.
Je tiefer die Naturwissenschaft zu den kleinen Bausteinen der Materie vorstößt, und diese kollektiven Einheiten in ihren Quarks, Hadronen oder Superstrings zerlegt, desto heftiger wird man auf die Komplexität dieser Einheit zurückgeworfen.

 


Das Tao der Physik
 

Wenn wir über die Modelle der Naturgesetze keine eindeutige Antwort auf die Fragen nach der Wirklichkeit erhalten, stellt sich die Frage:
Welche Bedeutung und Konsequenz haben die Naturgesetze für unser Dasein?
Wurden die Naturgesetze nur für die Geburt der Welt geschaffen?
so wie Einstein immer wieder zitierte:
"Ich möchte wissen wie Gott die Welt geschaffen hat",
oder sind sie nur eine Definition die aus unserem Verstand entsprungen ist, um die Welt, an Hand von Modellen, zu erklären?  

Dann aber wäre die Grenze unseres Verstandes auch die Grenze der Wirklichkeit.

Vielleicht sollten wir nicht nach der WIRKLICHKEIT suchen sondern nach der WAHRHEIT suchen.  

Die Wirklichkeit ist das was wir wahrnehmen, die Wahrheit ist das was ist.

 Die Wirklichkeit ist nicht immer die Wahrheit

Nach der philosophischen Meinung von Karl Jaspers leben wir in eine denkunabhängige Realität, das heißt, unsere Welt lässt sich, zumindest  zum Teil, nicht beobachten sondern nur als ob interpretieren. Spätestens hier verschmelzen die Aussagen der Physik mit den Urfragen der Philosophie zu einer Konvergenz. 
Es stellt sich weiterhin die Frage: :Warum sollten die Naturgesetze die Welt dazu zwingen sich nach ihr zu richten, oder sind bestimmte Überschreitungen und Veränderungen möglich?
Warum sind so viele Gesetze ( zumindest in der Physik ) nur mathematisch formulierbar - war Gott ein Mathematiker?
Und warum sollten alle Naturgesetze in vollkommener Form vor dem Urknall (bzw. Weltentstehung), notwendig gewesen sein, oder entwickelten sich die Gesetze der Natur mit der Fluktuation des Universums ? 

Die suche nach der Wahrheit  ist umso schwieriger, je mehr wir sie mit unserer Wahrnehmung interpretieren wollen.

Nach der Auffassung des Nobelpreisträgers Murrey Gell-Mann wird nach dem Prinzip der Quantenmechanik, alles was auch nur minimal wahrscheinlich ist, früher oder später Wirklichkeit. Das heißt, ein möglicher Gegenstand auch wenn er extrem unwahrscheinlich ist, muss sich in irgendeinem Ereignis der Raum-Zeit realisieren. Dies basiert auf der Annahme, dass  das Universum unendlich ist. So können sich Phänomene entwickeln die den heutigen Modellen und Gesetzen der Naturwissenschaft nicht entsprechen, weil es sie noch nicht gibt oder noch nicht wirklich sind. Die Wahrheit ihrer Existenz ist so minimal das wir sie nicht wirklich erkennen.

Anton Zelinger, Physikprofessor an der Universität Innsbruck, stellte bei einer Diskussion mit dem geistigen Oberhaupt der Tibeter "Dalai Lama" und anderen Wissenschaftlern, die nach seiner Meinung wichtigste Frage überhaupt:: Wenn wir von unseren Erfahrungen der Alltagswelt ausgehen können und damit unsere Erkenntnisse bilden - könnte es sein, dass wir in unserer Weltsicht, mit unserer westlichen Wissenschaft, nur eines von vielen möglichen (Wirklichkeiten) Modellen geschaffen haben? Vielleicht haben Galilei und Newton eine falsche Richtung eingeschlagen.7)

Sind die Naturgesetze kein feststehendes, unveränderbares Regelwerk unserer Welt , sondern ein aus den Zyklen der Evolutionsgeschichte entwickelte innere Ordnung, die unsere Welt zusammen hält? Diskussionen über diese Annahmen werden immer häufiger geführt. Begründet wird diese Möglichkeit u.a. durch unerklärliche kosmologische Phänomene, biochemische Zell- Verknüpfungen, sowie die Entdeckungen einzelner Einheiten aus einer neuen kosmologischen Ordnung, die sich in Jahrmillionen langsam herausgebildet hat. Gesetzmäßigkeiten können hierbei durch Interaktionen einzelner Strukturen überschritten werden.
(z.B. "Schwarze Löcher" sie widersprechen, in ihrer Einheit, zum Teil, unseren Gesetzen der Natur und lassen daher nach dem deterministischem Verständnis keine  Vorhersage zu).
Eine revolutionäre Entdeckung, die unser Weltbild verändert, ist der unterschiedliche Verlauf der Zeit. Das unterschiedliche Zeitbegriffe und Zeitempfindungen existieren ist nicht neu, doch das die Zeit im Universum, im Gegensatz zu Lichtgeschwindigkeit, nicht absolut ist, hat für die Wissenschaft revolutionäre Konsequenzen. Je weiter sich eine Zeitmessung vom Massenmittelpunkt entfernt, desto schneller verläuft sie. Das heißt je größer die Masse ist und je näher der Zeitverlauf sich diesen Massenmittelpunkt nähert umso langsamer vergeht die gemessene Zeit. Im Mittelpunkt eines Schwarzen Loches bleibt die Zeit stehen. Der Beweis für diese folgenschwere Entdeckung liefert uns das Licht. Der Lichtstrahl wird durch die Masse angezogen, so dass ihr Bahn entsprechend gekrümmt wird, ihr Weg wird dadurch länger. Da die Lichtgeschwindigkeit immer gleich beleibt, also absolut ist, muss die Zeit, entsprechend der Lichtkrümmung, langsamer vergehen. Die Zeit ist also, vom jeweiligen Standpunkt innerhalb unserem Universum, unterschiedlich.
Dies würde wiederum bedeuten, das  ein strenger Determinismus, wie z.B. in dem Modell eines Naturgesetzes, nur an einem bestimmten Ort und nur  zu einem bestimmten Zeitintervall möglich ist. Dies schließt wiederum aus, dass eine Wirklichkeit, so wie wir sie wahrnehmen universell ist. Es stellt sich die Frage: sind die wissenschaftlich fundierten Modelle der Naturgesetze eine örtlich und zeitlich begrenzte Definition, die uns (zur Zeit) nur teilweise die Phänomene unserer Welt erklären kann, oder sind wir, mit den Erklärungen der universellen Zusammenhänge aus den Modellen der Physik auf einen fatalen Irrweg geraten.

Eine mögliche Richtung kosmologische Zusammenhänge zu erklären, sind  Modelle aus den Thesen der sich selbst organisierenden Ordnung in der Natur
( Die Entwicklung und Ordnung von Naturgesetzen )
Die
"dissipativen Strukturen" ist eine mögliche Bestätigung für die Selbstorganisation der Natur.
Der Physiker und Chemiker Ilya Prigogine entdeckte in den 70er Jahren, dass bestimmte Chemikalien, wenn sie vermischt wurden, einen Zustand größer Ordnung hervorbringen. Er nannte diese aus stetigem Ungleichgewicht spontan hervortretenden neuen Ordnung „dissipative Strukturen“ und erhielt dafür den Nobelpreis für Chemie. Diese dissipative Strukturen widerspricht den „zweiten Hauptsatz der Thermodynamik“ ( wissenschaftlich „Entropie“ ), dem zufolge alle Dinge wachsender Unordnung zustreben und somit, dass Universum irgendwann und unausweichlich im Wärmetod  enden lässt.
Dieses Phänomen der „dissipativen Struktur“ entspricht auch den Ergebnissen der
"Chaostheorie" Die Chaosforschung befasst sich vor allem mit Turbulenzen. Diese Turbulenzen werden mit nichtlinearen Gleichungen beschrieben. Dabei handelt es sich um eine Welt der Komplexen, der die Wissenschaft zu einer Grenzüberschreitung zwingt. Der Begriff "Komplexität" ist mit dem Begriff Berechenbarkeit eng verknüpft. Komplexe Systeme ( z.B. die Erde ) bauen sich nach einem nichtlinearen Mechanismus auf, im welchen die Wechsel - Wirkungskräfte so stark untereinander gekoppelt sind, das eine Gesamtwirkung nicht mehr vorhersagbar ist. 2)

Ein Beispiel für ein Komplexes System in einem kritischen, unvorhersehbaren Zustand ist das Modell eines Sandhaufen. Fällt ein Sandkorn auf einen kritischen Sandhaufen, so kann dies eine Lawine verursachen. Aber, und das ist bemerkenswert, nach dem spontanen Chaos entsteht eine neue Ordnung, mit neuen Gesetzmäßigkeiten. Voraussetzung für eine neue Ordnung ist die Größe und Anzahl der Teile. Nur wenn viele Elemente an einem System Beteiligt sind entsteht etwas Neues. Seien es Sandkörner die einen Sandhaufen bilden , Elektroden die einen messbaren Magnetismus erzeugen oder Menschen die eine Gesellschaft schaffen, immer ist die Anzahl der Teile ausschlaggebend für das neue System 1)
Die Aussagen in der Chaostheorie beweisen, dass jedes Element im Kosmos, sich nur hinsichtlich seines Einflusses auf seine gesamten Umgebung definieren lässt. So erfüllt jedes Element, mit seiner Ausstrahlung, gleich in welchen Raum wir es vermuten, das ganze Volumen eben dieses Raumes. So besteht zumindest die Möglichkeit eines Atoms, seinen Einfluss über die gesamte Sphäre aller Atome auszubreiten. Diese erstaunliche Eigenschaft finden wir auch in den Molekül Mensch wieder. Wird z.B. die Homogenität einer Zelle (durch Bakterien oder Vieren) zerstört und Verändert, tritt eine Störung des gesamten Systems ein.  Die Folge ist eine Erkrankung die die gesamte Einheit Mensch befällt -
So sind die zahllosen Einheiten, die sich in die gegebenen Volumen der Materie verteilen durch ihr homogenen Einheit miteinander verbunden, und abhängig, was sie solidarisch macht.
4) 

Diese Definition lässt die Aussage zu, dass die gesamte Materie und somit unser Universum eine kollektive Einheit darstellt.

Das Gesetz einer homogen Einheit in der Natur und deren Selbstorganisation wurden in den frühen 70er Jahren schon von James Lovelock mit seiner „Gaia Hypothese“9) beschrieben und in der Zusammenarbeit mit der Mikrobiologin Lynn Margalis in ihrer Veröffentlichung „Evolution des Lebens“ formuliert.
Nach der „Gaia –Hypothese von J. Lovelock, sind etwa 4 Milliarden Arten der Erde durch Koevolution und Rückkoppelung derart koordiniert, dass der gesamte Planet ein selbstorganisiertes System darstellt. Wie etwa der Körper des Menschen, durch unbewusste Steuermechanismen, Körpertemperatur, Sauerstoffhaushalt und Stoffwechsel auf ein bestimmtes Gleichgewicht hält.
Diese globale Perspektive lässt uns die Erde als eine Einheit erkennen, die einem Organismus gleich kommt, wobei das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile.
Auch wenn die „Gaia - Hypothese in den 70er Jahren von den Kritikern belächelt  und als Anti – Wissenschaft abgewertet wurde, ist nach der deutschen Übersetzung von 1991  „Biographie unseres Planeten“, eine wissenschaftliche Zustimmung Lovelocks Gaia – Theorie erkennbar.
5)
Um die Gaia – Theorie zu verstehen muss man die wissenschaftliche und disziplinäre Enge aufgeben, um mögliche Zusammenhänge neu zu bedenken. Wir haben bisher in den Wissenschaften detaillistisch gedacht, dass machte einerseits ihren Erfolg und anderseits ihre Grenzen deutlich. Die Natur wurde zerlegt um Objektive Erkenntnisse zu bekommen, wobei ganzheitliche Ansätze immer von Außenseitern angemahnt wurde. Die Gaia - Theorie denkt in ganzheitlichen Kategorien, wobei das Ganze in seiner Wechselwirkung die eigentliche natürliche Wirklichkeit darstellt. Lovelock sprengt den alten Dualismus von belebter und unbelebter Natur, wenn er sagt, dass die großen unbelebten Formationen wie Wasser, Boden, geologische Formationen letzten Endes, die Produkte aus einem Lebensprozess darstellt.
Heute wissen wir, dass unsere Erde schwer krank ist, weil wir sie als Ganzheit bisher ignoriert haben.
Wenn die Natur, sowie der gesamte Kosmos, ein sich selbstorganisierendes  System ist, dann ist auch der Mensch ein Teil aus diesem System. Um den Sinn und die Wahrheit der Schöpfung zu erkennen brauchen wir nicht (nur) die Gesetzmäßigkeiten der klassischen Physik, der Weg liegt im Gedächtnis der Systeme, das heißt, in uns selbst.
Als 1981 von dem englischen Biologen Rupert Sheldrake das Buch „Das Schöpferische Universum“ und 1988 „Das Gedächtnis der Natur“ veröffentlicht wurde, rüttelte er an den Grundsätzen  naturwissenschaftlicher  Erkenntnisse. Diese Bücher erforschten die Möglichkeit, dass die Natur ein Gedächtnis besitzt. Sheldrake vertritt die Ansicht, dass natürliche  Systeme, wie Pflanzen, Mineralien oder Moleküle, von allen früheren Exemplaren ihrer Art eine kollektive Erinnerung besitzen. Diese Übernahme von Informationen hat einen kumulativen Charakter, wird also durch Wiederholung immer wieder ausgeprägt, so dass die Natur oder die Eigenart der Dinge, das Ergebnis eines Habitualisierungsprozesses ist, also "Gewohnheit".

Die Dinge sind so wie sie sind, weil sie so waren, wie sie waren“

Nach der These der „Formbildungsursache“,
hängen Gestalt und Art der Dinge von  Feldern ab, sogenannte „Morphische Felder“

Warum ähneln sich Kleeblätter auf der ganzen Erde wie ein Ei dem anderen und sind, genau betrachtet, niemals identisch?
Warum spinnt eine Spinne ihr Netz an jedem Ort der Erde exakt so wie ihre Artgenossen, obwohl sie nicht voneinander wissen?
Warum wächst eine Hand wie eine Hand und ein Fuß wie ein Fuß, obwohl ihre genetische DNS identisch
ist?
Was gibt einem Schneekristall, einem Insulinmolekül oder einem Termitenbau seine charakteristische
Form?

Nach Sheldrake, sind es “Morhische Felder“.
Diese unsichtbaren, nicht-materielle Bewusstseinsfelder dienen als Träger biologischer Informationen.
Bewusstseinsfelder lassen sich z.B. mit der Übertragung von Bildern oder Töne über elektromagnetische Wellen vergleichen, indem ein Sender ( TV-Studio ) Bilder in Form von elektromagnetischen Impulsen zu einem externen Empfänger (TV-Gerät) übermittelt, der diese Informationen aus den  kodierten Frequenzen wieder in Bilder und Töne umwandelt. Dies könnte auch das Übertragungsprinzip morphologischer Felder sein, mit deren Hilfe ein natürlicher Prozess bzw. Gewohnheit weitergegeben wird.
Bei dem meisten Physiker stößt diese These, die jenseits von Raum und Zeit agiert, auf Ablehnung. Dagegen löst es bei Vertreten eines ganzheitlichen, holistischen Weltbildes  Begeisterung aus. Tatsächlich enthält die Morphogenese eine Ordnung, die nur durch die Koordinierung und Weitergabe von Informationen zu erklären ist. Diese Ereignisse liegen  wohl an der unteren Grenze des messbaren, so dass solche biologischen Abläufe an der Schnittstelle zwischen Geist und Materie verlaufen, wobei sich wissenschaftliche Modelle nur durch philosophische Abhandlungen ergänzen.
Eine mögliche Vernetzung zwischen einer selbstorganisierten Natur und der Quantentheorie beweist die "Biophotonenstrahlung".  Der russischen Mediziner Alexander Gruwitsch hatte bereits 1922 eine ultraschwache Lichtstrahlung an Zwiebelwurzeln festgestellt, die sich mit der Zellteilung verändert. Erst 1975 konnte der Biophysiker, mit modernsten Meßmethoden, den Nachweis dafür erbringen, dass die Zellen aller Lebewesen hochkohärente, dem Laserstrahl ähnliche Lichtblitze ausstrahlen. Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften  eignen sie sich optimal zur Informationsübertragung. Dieses mit dem bloßen Auge nicht wahrnehmbare "Biophotonenfeld" ist nach Popp, ein rein elektromagnetisches Feld, welches sich bei der Schädigung oder vor dem Tod von Zellen verstärkt und bei toten Zellen erlischt. Unklar ist zwar  Steuerung und  Frequenzkombination dieser Zellsprache, doch Messungen der kohärenten Biophotonengehalts in Lebensmittel, geben heute Aufschluss über  Zustand und Beschaffenheit dieser Zellen.  Auch wenn die Entschlüsselung dieser Zellsprache, laut Professor Popp, noch 100 Jahre in Anspruch nimmt, ist sie schon jetzt ein weiteres Indiz für die Selbstorganisation der Natur.

Die wissenschaftliche Gaia Hypothese, der Morphogenese oder der Biophotonenstrahlung nähert sich dem Bereich kleinster Maßeinheiten, dass heißt, in dieser mikroskopischen Dimension überwiegt das "Nichts".
Bei der Suche nach der Kraft, die unser Universum zusammenhält, vermutet die moderne Physik eine sogenannte "Dritte Qualität", als universelle Energie.
Hier treffen wir wieder auf die Physik der Quanteneigenschaften. Descartes glaubte noch, dass es keine Ausdehnung ohne Materie gäbe. Diese Auffassung ist im 19 Jahrhundert erschüttert worden. Wissenschaftler wie Faraday oder Boskovi´c hatten darauf hingewiesen, dass man sich Punkte als Kraftzentren vorstellen kann und das es die Kraft ist, die Ausdehnung erzeugt.
                            Das Sein geht von der Kraft aus statt von der Subtanz.
Es gibt, zum Beispiel, bei den Wechselbeziehungen zwischen Elektroden, obwohl sie keine räumliche Ausdehnung haben, eine "Dritte Qualität": Die Interaktion, das Feld und dann die nicht zu lokalisierende Kraft welches sich von dem anhäufen von Masse ergibt und zur Ausdehnung führt.7)
Diese, von den Physikern bezeichnete
Dritte Qualität ist die "Beziehung" der Phänomene. In jeder Situation, die wir betrachten, gibt es das zu betrachtende Objekt, das betrachtende Subjekt und den Akt des Betrachters. Diese bewusste Beziehung ist die Kraft oder Interaktion die zu einer Ausdehnung bzw. Materienentstehung führt. Wenn eins dieser Beziehungs-Elemente fehlt, fällt alles zusammen.

Bei den Forschungsmodellen, nach der universellen Kraft, entdeckte man das der größte Teil der Materiestruktur aus reinem "Vakuum" besteht.

"In diesem  Nichts befindet sich die Grundlage unserer Welt".

Dies behauptet  jedenfalls die Wissenschaftler, die mit diesem Medium arbeiten. Materie wird ständig durch Energie erneuert oder Vernichtet - Materie wird zu Strahlung, Strahlung zu Materie - Um in dieser Welt, der visuellen Teilchen einzutauchen, bedurfte es der Entdeckung der Quantenphysik. Sie beschreibt diese, nicht nach dem Gesetz der Energie- und Massenhaltung existierender Absonderlichkeit, der Mikrowelt.
Der Physiker Paul Dirac entdeckte schon 1928, dass ein Vakuum aus einem homogenen See (sog. Dirac-See) besteht, der mit Elektroden aus negativer Energie gefüllt ist. Erst wenn wir die Homogenität zerstören ( z.B. durch einen Energiestrahl aus positiven Ionen ) sehen wir Materie in Form von Positronen, aus dem Nichts entstehen. Trifft sich Positronen und Elektroden, so vernichten sie sich ( aufgrund ihrer unterschiedlichen Polarisierung )gegenseitig, übrig bleibt ein Energieblitz.
1996 gelang es Steve Lamoreaux von Los Alamos National Laboratory, die Kraft in diesem Vakuum zu messen. (siehe "Casimir-Effekt", Internet-Adresse: http://class1.phys.uni.torum.pl/-jkob/physnews/ )
Je genauer man das Vakuum erforschte, desto deutlicher zeigte sich, dass die Charakteristika aus diesem Nichts unserer Welt im Großen und im Kleinen bestimmt. Die Kernbausteine in unserer Mikrowelt sind nur deshalb stabil, weil das Vakuum sie zusammenquetscht. Ähnlich wie beim "Casimir-Experiment"werden z.B. die drei "Quarks" die das Proton und Neutron bilden, in eine Blase des "Gluonen-Meer" (ähnelt dem Dirac-See) zusammengeklebt. Unablässig verknäulen sich die unsichtbaren Gluonen, bilden Strudeln, wirbeln durcheinander und lassen nur kleine Blasen frei in denen sich Quarks sammeln. Sie bilden die Grundlage der Elementarteilchen, aus denen wiederum die Atomkerne aufgebaut sind. Die gesamte Materie wird vom Gluonen-Nichts umspült und zusammengehalten. Diese Vakuumenergie ist auch bei der Entstehung der Makrowelt beteiligt, wie z.B. an der Explosion der Sterne (sowie dem Verlauf der Urknallexplosion ) Der russische Physiker Igor Sokolov von der Universität Toronto hat berechnet, dass die Sternmaterie, kurz vor ihrer Explosion so extrem verdichtet ist, dass sie alle Vakuumteilchen ausschließt. Übrig bleibt nur die Energie, außerhalb der komprimierten Materie, und die ist groß genug den Stern zur Supernova zu zerfetzen.
Das
"Nichts", als Grundlage unserer Welt, ist für die moderne Physik die "Dritte Qualität", die aus sich selbst heraus existiert und das Gesamtbild der Elemente in ihrer Beziehung prägt. Sie ist somit die Energie die unsere Welt bestimmt      ( zusammen hält oder auseinander treibt )  Hier treffen die Aussagen der Physik und der Philosophie auf eine erneute gemeinsame Schnittstelle.
Wenn, nach Ansicht vieler Wissenschaftler, die Phänomene unserer Welt nicht nur durch die Naturgesetze erklärt werden können und wenn Homogenität und Selbstorganisation über morphische Bewusstseinsfelder entstehen, kann se dann sein, dass es eine metaphysiche Beziehung zwischen einem kollektiven Bewusstsein und den Gesetzen der Natur gibt?
Nach dem, aus Indien stammenden und in Amerika lehrenden Physiker -Amit Goswami-, ist das universelle Bewusstsein die Grundlage der Materie. Goswani beschreibt den Übergang vom Bewusstsein zur Materie mit der  Überlagerung von Wellen und Teilchen in der Quantenmechanik. Die Unbestimmtheit der Wellenfunktion bleibt solange erhalten bis sie durch das Auftreffen auf ein Hindernis (Detektor, Photopapier, Netzhaut...) sich umgehend in ein Teilchen, also Materie verwandelt. Diese Zusammenbrüche von Möglichkeiten in Wirklichkeiten finden unablässig statt. Doch der Übergang von der Energie zur Materie lässt sich nicht messen, er ist nur als ein Ergebnis zu sehen, z. B. vom gespeicherte Impuls auf dem Computer  (Input) zum ausgedruckten Ergebnis auf dem Druckerpapier  (Output ). Das heißt, in dem Moment in dem das Bewusstsein mit dem "Nichts" der Quantenwelt zusammenstößt, entscheidet sich die Möglichkeit zur Realität. Bewusstsein erschafft  Materie. Goswani sagt:

 "Die Welt existiert erst dadurch, dass ein Bewusstsein sie wahrnimmt. 

Wenn nach Goswani die Ursache der Materieentstehung ein Bewusstseinimpuls ist, stellt sich die Frage: Welche Ursache (Beziehung / Bewusstsein) war für das Ereignis der Urknall-Schöpfung verantwortlich?
War der erste Impuls der das Vakuum der Singularität aufsprengte ein göttliche Beziehung, oder war es der Zusammenstoß von zwei in sich zusammengefallene Universen, die sich als materienlose Singularitätspunkte in Materie und Antimaterie auflösten.
Oder muss der Mensch, nach dem Paläontologe Pierre Teilhard de Chardin erkennen, dass er das Schicksal der Welt in sich trägt und vor ihm eine grenzenlose Zukunft liegt. Der Mensch mit seiner bewussten Wahrnehmung, ist mit seiner intensiven elementaren Beziehung ( nach kosmischer Zeitrechnung, zwar nur für einen Augenblick ), ein entscheidendes Glied in dieser universellen Entwicklung. Sein Dasein ist mit der Explosion einer Supernova vergleichbar. Denn nur durch die intensive Phase  des Sterbens entsteht Erneuerung und Bewusstsein.
4)
Das Tao Physik kann uns ( noch ) nicht den Sinn und die Ursache der Schöpfung erklären, doch ohne sie würden wir nicht mal wissen, dass es überhaupt eine Schöpfung gab.


ZUSAMMENFASSUNG

Das erste Ziel der Wissenschaft ist nicht die Wahrheit zu entdecken, sondern Fehler in ihren Erkenntnissen zu vermeiden.
Das sterben der modernen Naturwissenschaft, eine Einheitsformel für die Phänomene in der Makro- und Mikrowelt zu definieren ist bis heute nicht gelungen. Das Wesen der Dinge ist wohl mit dem Modellen der Physik nicht ausschließlich zu erklären. Die subatomare Welt der Teilchen lässt sich nicht durch eine deterministische Vorhersage bestimmen. Unsere Sprache sowie unsere zeitliche und räumliche Wahrnehmung ist für die quantenmechanische Physik und deren  mehrdimensionalen Ereigniswelt nicht geschaffen.
Wenn wir von den Erfahrungen unserer Alltagswelt ausgehen können und damit unsere Erkenntnisse bilden, stellt sich die Frage: Ist unsere Weltsicht nur eine von vielen Wirklichkeiten?

Gibt es eine denkunabhängige Realität?
Sehen wir die Welt als eine homogene Einheit, dann ist nichts absolut, alles ist mit allem verbunden und dem ständigen Wandel unterworfen. Da wir ein Teil dieser Einheit sind können wir die Welt nur aus der Mitte betrachten, wo sie am klarsten erscheint. Anfang und Ende lassen sich nicht erkennen. Da der Anfang unserer Schöpfung aus einem unbekannten Nichts kommt und das Ende unserer Entwicklung sich in einem unvorhersagbaren Nichts auflöst, ist die bewusste Wahrnehmung unserer Welt immer mit einer subjektiven Interpretation verbunden. Spätestens hier finden  die Aussagen der Physik und der Philosophie zu einer Konvergenz.
Die Physik kann uns die Wirklichkeit der Dinge nicht vollkommen erklären, doch ohne die Erkenntnisse der Naturwissenschaften wüssten wir nicht einmal das eine Welt außerhalb unserer Wahrnehmung exsistiert.

Das Tao der Philosophie öffnet uns den Weg für die Beantwortung der Ur-Frage, nach der Existenz der Dinge.

 

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Wilfried Louis  2001 - 2005                                                       © Copyright


Quellennachweis: 

1) Auszug aus dem Magazin P.M. 1 /99  "Naturgesetze: Hat Gott sie geschaffen? Peter     Ripoda

2) vgl. Küppers, Bernd Olaf: Chaos und Komplexität - Über eine Revolution in der
    Wissenschaft, in Revolutionäre Wege in die Zukunft, S. 92ff, Weinheim & Basel 1991

4) vgl. „Der Mensch in Kosmos“ Seite 31 Pierre Teilhard de Charden Verlag C.H. Beck.

5) vgl. „ Das sogenannte Übernatürliche“ v. Mathias Bröckers S.32, Eichborn Verlag 1991
          “Gaia – Vergangenheit und Zukunft der Erde“ v. Elisabeth Sahtouris 1993 im Internet in
englischer Sprache abrufbar: http://www.ratical.com/lifeweb/erthdnce/erthdnce.html

6) Auszug aus dem Nachrichtenmagazin „DER SPIEGEL“ Ausgabe Nr.30 / 26.7.99Titel: Symphonie der Superstrings v. J. Grolle

7) Auszug aus dem Reportage Magazin "GEO" 1 / 99 - Titel - "Wer erklärt uns die Welt"

8) Auszug aus dem Magazin P.M. 6 / 97 "Die Suche nach dem Nichts... Und finden Alles !

9)
Gaia-Theorien: von Fritof Capra, Titel: "Lebensnetz" Internet:       http://www.inf.ethz.ch/personal/doebeli/private/thinking/b00028.html