zurück 

Wilfried Louis 2005

PHILOSOPHIE
Wir sind das, was wir über uns gedacht haben.


Zusammen gehören Ganzes und Nichtganzes,
Übereinstimmendes und Verschiedenes,
Einklang und Dissonanzen,
und aus allem wird Eins und aus Einem alles".


Schreibt Heraklit im 6. Jahrhundert v. Chr. Über die Natur


 


 Die Auseinandersetzung zwischen Religion und Wissenschaft berührt die Ur-Fragen
der Philosophie:

Gibt es eine absolute Wahrheit ?
Wo verlaufen die Grenzen der menschlichen Erkenntnis ?
Wie wirklich ist die Wahrheit ?

Eine Annäherung auf diese Fragen und dessen Sinn ist möglich !

Es war und ist der unerschöpfliche Drang nach Wissen und Macht , dass den Mensch zwingt, für alle Geheimnisse des Lebens, eine Erklärung zu finden. Fragen nach den Gründen unserer Herkunft, den Sinn unseres Daseins oder den Weg in unserer Zukunft, wurden in allen gesellschaftlichen Kulturen mit dem Mythos der göttlichen Übermacht erklärt. Ihre Antworten beinhalten meist ein metaphysische Personalisierung von Schöpfung und Schicksal, wobei die Götter und deren Gesandte zu den auserwählten, übersinnlichen Herrscher und Lenker aller Naturgeschehens waren und noch sind.

Die Welt dieser Mythen wurzelt in der wissenschaftlichen und religiösen Kunstfertigkeit der Schamanen, deren Haupteigenschaft das Verwandlungsspiel ist. Diese Mythenschöpfung der Götter und Dämonen ist immer wieder eine Neuschöpfung im Augenblick der Erzählung. Durch die westlich - religiöse Interpretation mythischer Überlieferungen wurde eine Zweiteilung in Dies- und Jenseits vorgenommen. Dabei ist das Diesseits gestaltbar während man sich dem Jenseits ausgeliefert fühlt. Es kommt dabei zu Abhängigkeiten von Ahnen, Geistern und Dämonen bis hin zu Göttern oder zum patriarchalischen Eigengott.
(siehe Mythentheorien:)

Mit der Erfindung der Philosophie*, also mit der Liebe zur Weisheit, eröffneten die Griechen eine neue Epoche der Menschheit. Das Denken entdeckt sich selbst und befreit sich aus den Fesseln der Religion. Es ist das Gesetz der Logik. Denken ist Dialog und nicht Monolog, die Griechen nennen es Dialektik. Die wahren Gründe des Erkennens und des Seins sollten mit der Vernunft des Wesentlichen und Grundsätzlichen erkannt werden. Die Philosophie die wie das Theater aus der Religion entstand, hatten das gemeinsame Ziel aus den Illusionen der Verunsicherung aufzuklären. 
Die drei wichtigsten griechischen Philosophen: Sokrates, Platon und Aristoteles gehören zusammen (Platon ist Schüler von Sokrates und Aristoteles Schüler von Platon), sie prägten das europäische Denken bis in unsere Zeit
Im Mittelalter war die Philosophie ein Botschafter der Theologie, d.h. das Ergebnis stand immer schon fest. Dieser kirchengläubige Fatalismus hatte mit den Religionskriegen und der Kirchenspaltung sein vorläufiges Ende.
Gründervater der neuzeitliche Philosophie war der Franzose Rene Descartes 1596 - 1650
Er wendete sich den ewigen Wahrheiten der Mathematik und der Logik zu. Die Aussagen der Philosophie sollten so grundlegend, logisch und unzweifelhaft sein wie die der Mathematik; und so zweifelte man erst einmal an allem.
Die Aussage: Wenn ich an alles zweifle, kann ich doch nicht zweifeln, dass ich zweifle, gab erst mal Sicherheit. Der Ursprung war, ich und das Subjekt; und so sprach Descartes den berühmtesten Satz der philosophischen Geschichte:            "Ich denke, also bin ich."

* Der Begriff Philosophie" soll von Pythagoras (6. Jh. v.Chr.)  stammen, der den Titel eines Weisen mit
   der Begründung ablehnte, das ein solcher nur Gott allein zustehe.

Um den Sinn der Schöpfung philosophisch zu ergründen mussten die Fragen nach dem Wesen der Zeit  und dem Sinn des Seins neu gestellt werden.
Die westliche Philosophie hat in ihrer Geschichte häufig das Weltbild und dessen Schöpfungsmythos als wichtigen Ausgangspunkt in ihren universellen Theorien vorangestellt. Thesen und Prinzipien über Unendlichkeit, Zeit, Raum oder  Vernunft hatten zunächst eine göttliche Bestimmung. Wobei die Erkenntnistheorien, trotz unterschiedlicher Dialektik und Weltanschauung mit dem Dogma der religiösen
Bevormundung  behaftet war. Erst die "Aufklärung" als geistige Bewegung, des 18. Jahrhunderts in Europa, die in Kant, Hobbes. Locke, Hume und Descartes ihre Bedeutung fand. Wurde der Begriff "Aufklärung" ein Ausdruck der Befreiung und Gegenbewegung dieser Unterdrückung.


Aussagen der Philosophen die nach dem Sinn des Seins fragen

 Die ausgewählten Philosophen können nur als willkürliches u stellvertretendes Beispiel für die Aussagen anderer Philosophen dienen.

Thales
um 645 bis 546 v.Chr..
Thales aus Milet (Kleinasien)  war wohl der erste griechische  Philosoph (der erste der sogenannte sieben Weisen). Nach Thales gilt das Wasser als Ursprung aller Dinge. Die abendländische Frage nach der Zeit hatte mit Thales begonnen und in Sokrates, sowie in der christliche Religion ihre weiteren Quellen. Um 600 v.Chr. wurde vom Propheten Zarathustra die im Ostiran begründete Religion des Parsismus interpretiert. Die "Zeit" galt als Schöpfer der Welt. Mit der Zeit als einziger Ausnahme, wurden alle Dinge erschaffen, sie ist der Schöpfer und besitzt keine Grenzen. Nach  Thales kann der Kosmos mit wenigen Naturgesetzen vollständig beschrieben werden. dies ist  auch immer noch der Konsens der heutigen Physik. Aristoteles bezeichnete Thales als den Begründer der Naturwissenschaften.1)
Plato
428 od. 427 v.Chr.

Die Philosophie in dieser Zeit, war die über allen Wissen stehende Erforschung der ersten Ursachen und Prinzipien, alles dessen, was ist. Plato  kleidete die Philosophie in Form eines Dialogs. Er benutzte darin Sokrates Dialektik als Weg zur Erkenntnis des Schönen und Guten und der "Ideen", die sich im Gegensatz zum sinnlich Wahrnehmbaren niemals ändern. Die Frage, wie die Zeit in die Welt kam, hat Plato als erster gestellt. Ihre Existenz ist nur an die Gegenwart gebunden, Vergangenheit existiert nicht mehr, das Zukünftige gibt es noch nicht. Das Jetzt ist unteilbar. Das Bild der Welt ist unumwandelbar und letztlich uneinsehbar, es ist eine Welt der Ideen. 1)
G. W. Leibniz
1646 - 1716

Für den Idealist und Christ Leibniz  ist es selbstverständlich, dass die Welt von Gott erschaffen wurde, also einen Anfang hatte. Leibnitz kehrt nach den Rationalisten: Descartes, Hobbes und Locke zum Idealismus zurück. Von der Vorstellung der angeborenen Ideen gelangt er zu einer Verbindung von Geist und Kraft. Die Kraftträger sind spirituelle Atome die er "Monaden" nennt. Mit seinem Hauptwerk " Essais de theodicèe" (1710) stellt er das Gedankengebäude der Monadenlehre auf. Danach besteht die Welt aus unendlich vielen dieser seelischen Kraftzentren (Monaden), in dem in sich (Fensterlos), in jeden von ihnen, dass Universum widerspiegelt. Diese unteilbaren Monaden werden durch der obersten Monade (der von Gott gesetzten Harmonie) bestimmt. Daraus ergibt sich eine Stufenfolge der Dinge bis zu den wahrnehmenden Monaden der Tiere, zu den Vernuftmonaden der Menschen, bis zum Urheber der Harmonie, der obersten Monade, Gott, der Schöpfer aller Dinge. Leibniz Hauptinteresse gilt nicht der Zeit, sondern dem Raum. Der Raum und auch die Zeit ist ein Gedankending. Gäbe es aber keine erschaffenen Dinge, so würden Raum und Zeit nur in Gottes Gedanken existieren. Auf die Frage von Augustinus (13.11.354): Was tat den Gott, bevor er Himmel und Erde erschuf ? Beschreibt Leibniz in seinem XI Buch der Bekenntnisse: 1)

Wer sich vorstellt Gott hätte die Welt einige Millionen Jahre früher erschaffen können, erfinde eine Fiktion, die  nicht zutreffen kann. Jene, die solchen Erfindungen zustimmen, können Argumente dafür nicht widersprechen,  dass die Welt ewig ist. Denn, weil Gott nichts ohne Grund tut, und weil es keinen Grund dafür geben kann,  warum er die Welt nicht früher erschaffen hat, würde entweder folgen, dass er überhaupt nichts erschaffen hat, oder dass er die Welt vor jeder bestimmbaren Zeit erschaffen hat, was bedeuten würde, dass sie ewig ist. Aber wenn gezeigt ist, dass der Anfang, wie immer er ist, derselbe ist, kann die Frage nicht mehr gestellt werden, warum es nicht anders gewesen ist.

Kant
1724 - 1804

Immanuel Kant  Prof. für Metaphysik und Logik brachte die Philosophie der Aufklärung auf ihren Höhepunkt und überwand sie durch die Synthese aus Empirismus (Bez. für die Grundauffassung, dass die Sinneserfahrung. die Beobachtung u. das Experiment die einzigen Erkenntnisquellen sind) und Rationalismus im Kritizimus (erkenntniskritische Richtung, im Gegensatz zum Dogmatismus). Der Begriff Raum-Zeit hat bei Kant keine empirische Grundlage, sie ist eine Form der inneren Anschauung. Der Verstand, so die philosophische Erkenntnis, gehört nicht zur Erfahrungswelt, er ist nicht empirisch (erfahrungsbezogen) sondern transzendental (erkenntnistheoretisch) Der Verstand bringt die Welt hervor durch die Art wie er sie konstruiert. Somit ist der Geist des Verstandes nicht ein Teil der Welt sondern ihr Ursprung. Die Erkenntnisse der Welt sind an den Bedingungen des Verstandes gebunden und dadurch begrenzt, so wie z.B. wir nur begrenzt eine bestimmte Bandbreite von Tönen hören können, ist auch unsere Wahrnehmung von der Welt begrenzt. Wie die Welt in Wahrheit aussieht können wir nicht wissen.
Kant hat so mit  unser Verständnis von Erkenntnis grundlegend geändert. Diese Philosophie entspricht auch der heutigen allgemeinen Annahme, dass wir die Realität konstruieren durch das was wir erfassen (wahrnehmen); eine Erfahrungswelt die wir für unser (über)Leben benötigen
. Wenn wir also die Bedingungen der Möglichkeiten nicht kennen  neigen wir dazu sie in die Realität zu projizieren -so Kant-  ( z.B. die regulierende Idee das wir alle Phänomen für real halten). Die Philosophie von Kant ist somit eine transzendentale - Philosophie. Sie ist kritisch, weil er die Erkenntnisse der Welt an die Bedingungen des Verstandes knüpft und damit begrenzt. So nennt Kant seine 3 Hauptschriften: 5)
"Kritik der reinen Vernunft"
»Erkenntnis«                  was kann ich wissen?
"Kritik der praktischen Vernunft"
»Moral«                  was soll ich tun?
"Kritik der Urteilskraft" »Ästhetik u. höhere Zwecke«      was kann ich hoffen?
Die Philosophie von Kant war somit eine Gegenbewegung zum »Absolutismus«, nahm ihren Ausgang  bei Hobbes, Locke und Hume in England, und
fand über den frz. Rationalismus in Descartes, Voltaire, Montesquieu, Rousseau ihre Fortsetzer. Die Aufklärung war auch eine Folge der religiösen Konflikte des 17. Jh. Die Naturphilosophen lieferten in dieser Zeit den Beweis, dass die Welt nicht von göttlichen sondern von physikalischen Gesetzen beherrscht wird.
Das Vertrauen auf die Macht der Vernunft führte zu optimistischen Fortschrittserwartungen und zur Verwissenschaftlichung des Denkens.
Die experimentelle Wissenschaft übernahm mehr und mehr die Aufklärung der Dinge. Ursache und Ereignis benötigten für ihren wissenschaftlichen Nachweis einen empirischen Hintergrund, wobei die Naturgesetze das unerbittliche Fundament aller Phänomen darstellten.


Doch seit der Aufklärung dominiert Ratio in der zunehmend verwissenschaftlichten Welt - und nährt gleichzeitig eine unbehagliche Ahnung: Auch wenn das letzte Gen kartiert, der längste Elektrodenbeschleuniger gebaut, die teuerste Weltraumstation installiert sein wird, bleiben wesentliche Fragen offen. Denn der Hunger nach "Sinn" kann die wissenschaftlich - technische Forschung nicht stillen.
Die Grundfragen unseres Jahrhunderts: Nach
dem Sein der Welt, den Ursprung der Zeit, oder die Frage nach Wahrheit und dem Sinn unseres Seins, werden von den großen Denkern der Philosophie gestellt und ergründet.
"Eine Wissenschaft die nicht von der Philosophie getragen wird, die nicht nach dem Sinn vom Sein fragt, kann nicht denken ( sondern, nur messen und zählen ) und entartet zu Katastrophen - Wissenschaft. Also, zu dem, was wir heute auf beängstigender Weise erleben". Martin Heidegger
Heidegger
1889 - 1976
Heidegger, einer der größten Denker des 20. Jahrhunderts, so das Pariser Blatt "Le Monde", stellte die Frage: was ist der "Sinn vom Sein"? Die konventionelle Annahme vom Sein (Ontologie) unterscheidet zwischen "Seienden" und "Sein". Seiend ist danach alles was Ist: Dinge, Mensch, Welt und- als höchstes Seiendes - "Gott". Sein hingegen ist das was das Seiende zu dem macht was sie sind. ( Nach Heidegger, ist die Unterscheidung von Sein und Seiendes die ontologische Differenz )
Mit diesem Wort "Sein"
( wie die Vokabel "Nichts" ) haben sich jahrtausendlang Heerscharen von Philosophen beschäftigt. Heidegger beschrieb in seinem, wohl schwer verständlichem, Werk  "Sein und die Zeit" ausführlich die Begriffe der Ontologie. In seinen Ausführungen kommt Heidegger vom innersten Wesen der Zeit ( die sich in unserem Alltag mit Sekunden, Minuten und Stunden entzieht ) zu der Erkenntnis,
dass in diesem Zentrum der Zeit der Sinn vom Sein liegt.
Die Tragweite dieser Aussage ist so bedeutend, dass nach dem Heidegger den Sinn vom Sein aufgebrochen hat und darin die Zeit findet, alle Grundlagen des abendländischen Denkens - wie nach dem "Menschen", der "Wahrheit" oder der "Wissenschaft" - neu gestellt und durchdacht wurden. Dieser radikale Unterschied zwischen dieser neuen Philosophie und dem, was vorher gedacht wurde, lässt sich an Heideggers Begriff der "Existenz" erklären.
Der Mensch, ist nicht wie bei Kant, als ein Wesen definiert. Heidegger stellt den Mensch als ein "Dasein" und als "Existenz" in den Mittelpunkt. Der Sinn vom Sein ist zugleich das ursprüngliche Wesen der Zeit. Und die Existenz, also der Mensch, bildet die Stätte, wo dieser Sinn vom Sein aufgeschlossen liegt. Denn nur die Menschen besitzen ein "Seinverständnis".
Heidegger erfährt u.a. von Augustinus (345-430) aus Thagste
(Algerien) das die Zeit eine geheime Bedeutung in sich trägt:

Ginge sie nicht vorher, so gäbe es keine Vergangenheit.
Käme nichts heran, so gäbe es keine Zukunft.
Bestände nichts, so gäbe es keine Gegenwart.
Doch was ist Zukunft und Vergangenheit? Beide sind nichts ( die eine noch nicht, die andere nicht mehr )
Und die Gegenwart? Sie muss, um Zeit zusein, sofort ins Nichts verschwinden.
Die Erkenntnis hat Folgen, wir können nur messen, was schon war oder das, was schon ist. Ganz genau: Wir messen was nicht ist.

Diese Hinweise bringen Heidegger zu der Erkenntnis, dass zum innersten Wesen des existierenden Menschen die Zeit gehört. Diese Urzeit ist der Sinn vom Sein und liegt als verschlossene und Unbewusste Dimension in der Existenz des Menschen. 1)

Der Mensch bildet mit seinem Seinsverständnis ein subjektives Glied in der Schöpfungskette, wobei er durch seine bewusste Wahrnehmung die Ereignisse als Einzelerlebnis bewertet und den Sinn von Ursache und  Ereignis aus der Unvollständigkeit seiner universellen Beziehung interpretiert. Hier stellt sich die Frage ob eine denkunabhängige Realität existiert. Nach dem Philosophen Karl Jaspers kann durch die Aufdeckung der inneren Strukturen unserer Welt eine zunehmende Annäherung zwischen realer Struktur und geistiger Interpretation erreicht werden. Obwohl die Theorie einer strukturellen Realität nur solange gültig sei kann, bis sie durch neue Erkenntnisse aufgehoben bzw. ersetzt wird. (Zum Beispiel die Annahme das sich alles um die Erde dreht  Erde, wurde durch Kopernikus mit der Erkenntnis das sich die Erde um die Sonne dreht. widerlegt).
So sind aus zweierlei Gründen die Voraussage einer realen Existenz in vielen Gebieten der Naturwissenschaft möglich: entweder dass auf Grund einer Theorie die Existenz eines bestimmten Ereignis durch die Forschung bestätigt wird; und zweitens, dass durch bestimmte Bedingungen ein Ereignis vorhersagbar ist. Dies Annahme zeigt uns zumindest, dass unsere subjektive Wahrnehmung aus einem objektiven Hintergrund entseht. "Ich denke also bin ich" Doch eine allgemeine Übereinstimmung zwischen meiner denkunabhängigen Wahrnehmung und der Realität der Dinge lässt unser manipuliertes Bewusstsein nicht zu. Die Welt bleibt für uns, zumindest in vielen Teilbereichen, transzendental (siehe Kant)
  So ist es möglich das die Ursache aller Ereignisse aus dem Nichts kam  und das Nichts war. Es ist die Kraft des Seins, was wir zu dem machen was uns der Raum also das Seiende ermöglicht. Ende und Anfang bleiben  in der Unendlichkeit des Raums offen.

►Wenn nach Leibniz, die Welt aus unendlich vielen Kraftzentren besteht (Monaden / Atome) und daraus sich die Stufenfolge der Dinge entwickeln; dann verschmelzen alle Ereignisse ineinander und voneinander abhängig.

►Wenn Kant uns zeigt, dass unser Verstand die Welt transzendental erkennt, so das wir die Wirklichkeit aus dem Ursprung unserer Erfahrungswelt konstruieren. Dann ist die Bestimmung von Raum und Zeit das Sein unsere inneren Erscheinungswelt. Wahrheit und Seiend ist zunächst  nur unsere Existenz – ich bin weil ich denke –

 ►Nach Heidegger ist diese Wahrheit das Seiende aus und in uns. Das Sein ist die transzendentale Konstruktion aus unserer denkabhängigen Wahrnehmung. Im Zentrum des Seins liegt die Zeit, sie lässt die Welt an uns vorüber ziehen, wobei wir nur begrenzte Ausschnitte erkennen. Der Verstand interpretiert unsere Wahrnehmungen immer aus der Vergangenheit, er schaut nur zu ohne wirklich beteiligt zu sein, er interpretiert was nicht ist.. Um die innere Wahrheit der Schöpfung zu erkennen müssen wir eine zeitlose und universelle Beziehung zu den Dingen suchen und eingehen.

Das Tao der Philosophie:

Die konventionelle Grenze zwischen Geist und Materie hat begonnen durchlässig zu werden und sie deutet gegen die Konzepte der Naturgesetze auf etwas Neues hin.

Der Glaube, das Universum als ein Ganzes müsse eine Ursache haben und diese Ursache sei Gott, fand sich erstmals bei Plato und Aristoteles, wurde von Thomas v. Aquin ( 1225 bis 1226 ) weiterentwickelt und erreichte im 18. Jahrhundert mit Gottfried Wilhelm Leibniz und Samuel Clarke seine überzeugende Formulierung.
Man spricht seit her vom kosmologischen Argument für die Existenz Gottes.
Diese kausale Annahme folgt u.a. folgenden Gedankengang: Jedes Ereignis bedarf einer Ursache, und da es keine unendliche Kette von Ursachen geben kann, muss es für alles eine erste Ursache geben. 2)

"Sie ist Gott".

Zwei Voraussetzungen müssen bei dieser Hypothese zutreffen:
1.)
Das jede Ursache eine "zeitliche Dimension" beinhaltet.                 Alles hätte einen Anfang und ein Ende
2.) Das jedes Ereignis sich auf Gott zurück verfolgen lässt.           ►   Gott ist der allmächtige
Schöpfer

Mit der Entstehung des Universums hatte die Zeit ihren Anfang.
Wenn es, mit dieser Aussage: ...Vorher keine Zeit gegeben hat, kann es ( im üblichen Sinn des Sprachgebrauchs ) bei der Schöpfung des Universums keine Ursache gegeben haben, weder eine natürliche noch eine übernatürliche.

Der Heilige Augustinos ( 354-430 ) machte sich bereits zu seiner Zeit über die Vorstellung lustig, "Gott warte unendlich lange und beschließe dann zu einem ihn günstig erscheinenden Zeitpunkt, das Universum zu erschaffen. (s. Leibniz)

Da die Zeit nach Heidegger nur in der Beziehung zwischen dem Sinn vom Sein begründet ist und nur der Mensch die Stätte dieser Beziehung darstellt, dann ist die Zeit nur eine Maßeinheit die nur der Mensch in seinem Inneren empfindet, sie ist zwar da, aber sie hat keinen Wert. Wie sollen wir da den Anfang vor unserer Existenz oder sogar das Ende nach unserm Dasein bestimmen können?

Wenn wir innehalten und nicht weitergehen ( als bis zu Gott ),
warum gehen wir überhaupt so weit ?
Warum halten wir nicht schon bei der materiellen Welt inne ?.....
Indem wir annehmen, sie enthalte den Grundsatz ihrer Ordnung in sich selbst,
nehmen wir in Wirklichkeit an, dass es sich dabei um Gott handelt 
     Zitat Hume

Der Raum im Universum, nach dem Modell des stets bleibenden Zustands, ist wohl danach ein Zustand der nie begonnen hat zu existieren, also schon immer existiert hat. Hat es da einen Sinn zu fragen, ob etwas ewig existierendes - etwas, das zu keiner Zeit nicht existiert hat- eine Ursache hat. Man könnte immer noch fragen warum existiert es, dann wiederum würde die Antwort, es hat schon immer existiert, recht einfältig wirken. So wird die Frage nach der ersten Ursache eines Ereignisses nicht von der Zeit sondern von der Beziehung bestimmt. Der Raum, unabhängig von Zeit und Bewegung, besteht somit aus einem zeitlosen „Nichts“. Eine unbekannte Kraft aus oder durch das Nichts ist für das aufbrechen der dynamischen Zeit verantwortlich. Der aus der USA stammende Physiker B. Alan Wallace erklärte bei einem Gipfeltreffen von namhaften Quantenphysiker und prominenten Buddhisten, das es eine  räumliche Ausdehnung zwischen den Teilchen der subatomaren Welt gibt die nicht zu lokalisieren ist, er nannte es eine dritte Qualität - die Interaktion, das Feld, und dann lässt sich etwas anhäufen und man bekommt Materie - Das Sein geht somit von der Kraft statt von der Subtanz.  Es stellt sich weiterhin die Frage: Ist Gott die Ursache für alle Ereignisse und somit der alleinige Schöpfer? Oder erübrigt sich, durch den ewigen Zustand des Raums, die Frage nach Anfang und Ende der Schöpfung. Erst als die Zeit entstand, entstand auch die Beziehung von Anfang und Ende, von Seiend und Sein. Die Zeit als schöpferische Dimension aus dem Nichts ist die Ursache  für das erste Ereignis im endlosen Raum.

Beobachten wir nun die Evolution von der Innenseite der Dinge, also aus der Mitte der Schöpfung, wo sie am klarsten erscheint, so bildet unser Bewusstsein eine zeitliche Beziehung zwischen Vergangenheit und Zukunft. 
Pierre Teilhard de Chardin schreibt in seinem Buch "Der Mensch im Kosmos". Der Mensch und all seine Atome sind am Kosmos gebunden  wobei das Universum eine unteilbare Einheit darstellt. Er beschreibt u.a. unsere Welt  in der Dimension eines gekrümmten Raums,  in dessen Inneren sich alle Linien unserer Erfahrungswelt in sich selbst aufrollen; in diesem Fall würde uns die Materie nur deshalb begrenzt vorkommen, weil wir nicht aus ihr heraus können. 4)

Die Ursache für alle Ereignisse ist somit die ( bewusste und unbewusste ) Beziehung untereinander.

Das heißt, ohne Bewusstsein gäbe es keine fortschreitende Entwicklung.
(
z.B. das Gesetz der Trägheit beruht darauf, dass die gesamte Materie im Universum in einer Beziehung zueinander steht)
So ist die schöpferische Ursache für die Entstehung von Zeit, Dynamik und Materie das Bewusstsein aus dieser Beziehung 

 "Bewusstsein", die Kraft aus dem Nichts?

Nach den Erkenntnissen der Quantenphysik wissen wir, das wir durch unsere bewusste Wahrnehmung über die Möglichkeit zwischen Welle und Materie entscheiden können. Dieses Experiment beweist, dass durch unser Bewusstsein (zumindest in der Mikrowelt)  Materie entsteht, Voraussetzung ist eine Beziehung zu dieser (quantendynamischen) Welt. Das Bewusstsein hat somit eine funktionellen Einfluss auf die Schöpfung, ist sie die Kraft für das Sein, also  die Ursache aller Ereignisse?

Ein weiterer Versuch eine Gesamtübereinstimmung über die Ursachen von Schöpfung und Evolution zu erfahren, entstand bei der Entwicklung der S. Matrix - Theorie*. Sie ist als die "Bootstrap" Hypothese bekannt (Bootstrap, zu deutsch "Stiefelschlaufe"). Sie stammt von Geoffrey Chew, der diese Vorstellung einerseits zu einer allgemeinen "Boostrap-Philosophie" entwickelte und sie anderseits (in Zusammenarbeit mit anderen Physikern) für die Konstruktion einer spezifischen, in S-Matrix-Sprache formulierten Teilchentheorien benutzte. Die "Bootstrap-Philosophie" macht in der modernen Physik endgültig Schluss mit der mechanistischen Weltanschauung: Newtons Universum war aus einigen Grundeinheiten mit gewissen fundamentalen Eigenschaften aufgebaut; es war von Gott geschaffen und damit keiner weiteren Analyse
zugänglich.
(Eine Anschauung die auch durch seine Religiosität geprägt wurde) Die Bootstap-Hypothese legt eine neue Weltanschauung fest, sie betrachtet das Universum als eine "dynamische Einheit" zusammenhängender Vorgänge. Keine der Eigenschaften ist fundamental oder wird als nicht weiter analysierbar angesehen, sie alle ergeben sich aus den Eigenschaften der anderen Teile, und die Gesamtübereinstimmung dieser gegenseitigen Beziehung bestimmt die Struktur dieser Einheit. Sie ist der Höhepunkt einer Ansicht von der Natur, die in der Quantentheorie mit der Erkenntnis eines universellen Zusammenhangs einsetzte. Jedes Teil ergibt sich aus der Wechselbeziehung untereinander. Die Eigenschaften der Teile und die "Selbstkonsistenz" ihrer gegenseitigen Wechselbeziehung bestimmt die Struktur des Gewebes. In der Boostrap Hypothese gibt es keine Grundbausteine und somit auch keine fundamentalen Gesetze, Gleichungen und Prinzipien. So wird die jahrhundertlange westliche Vorstellung aufgegeben, dass die fundamentalen Naturgesetze von einem göttlichen Gesetzgeber abgeleitet werden. Alle Naturerscheinungen hängen letztlich miteinander zusammen und um eine zu erklären müssen wir alle anderen verstehen, was offensichtlich, für den menschlichen Verstand, als unmöglich erscheint. Unvollkommenheiten oder Änderungen an dem Verständnis dieser Zusammenhänge verfälschen das Ergebnis dieser Phänomene. Der Erfolg der Wissenschaft begründet sich oft in dem Defizit der Annäherungen, wobei Konstanten hinzugegeben oder vernachlässigt werden. Den unvollständigen Charakter einer Theorie erkennt man gewöhnlich an ihren willkürlichen Parameter oder Konstanten.

Die Quantentheorie kann den Wert für die Masse der Elektroden nicht erklären.
Die Feldtheorie nicht die Größe der Ladung des Elektrons.
Die Relativitätstheorie nicht die Größe der Lichtgeschwindigkeit......... 

In der Bootstrap-Philosophie sollen keine fundamentalen Konstanten vernachlässigt werden, sie sind aus der Forderung der Gesamtübereinstimmung der Reihe nach erklärt. In dieser Philosophie der Gesamteinheit ist das Universum ein unteilbares Ganzes wo alle Formen ineinander fließen und ständig wechseln. Wenn man dieses Zusammengesetzte teilt, können wir sie auf ihre Atome zurückführen doch auch sie sind wieder teilbar usw., doch kein Teil ist fundamentaler als das andere, so dass die Eigenschaften von allen anderen bestimmt werden. In diesem Sinn kann man sagen, dass jedes Teil (sogenannte Hadronen ) die Eigenschaften aller anderen Teile enthält. Die metaphysische Vorstellung, dass im Grunde aus dem Nichts die Beschaffenheit unserer Welt erwacht wird in der Bootstrap - Theorie bereits in der philosophisch - naturwissenschaftlichen bzw. geistig - materieller Erkenntnis vereinigt. Hier ist die Übereinstimmung von Beziehung und Bewusstsein, welches aus dem Nichts entsteht
Diese Aussage berührt den Gipfel des buddhistischen Denkens. Sie basiert auf den "Avatamsaha-Sutra"(das Buddha in tiefer Meditation nach seinem erwachen erschaffen hat) Am Ende der Geschichte erzählt er die Erfahrung mit dem Universum das ihm als vollkommenes Netzwerk gegenseitiger Beziehung erscheint, wo alle Dinge und Vorgänge so zusammen wirken, dass jedes von ihnen in sich selbst alle anderen enthält. Diese mythische Vision enthält natürlich eine Metapher für das Universum selbst.

Solch eine vollkommene Boostrap - Anschauung von der Natur, in der alle Phänomene im Universum durch die folgerichtige Übereinstimmung bestimmt werden, ist wohl in ihrer Vollkommenheit nie erreichbar, doch sie ist im Grunde eine unwissenschaftliche Erklärung unserer Welt, die der östlichen Weltanschauung sehr nahe kommt. Die Einheit und die Wechselbeziehung aller Phänomene in der Bootstrap-Hypothese wird am klarsten im **Taoismus ausgedrückt. Die Gesetze denen das Tao folgt werden von keinem Gesetzgeber statuiert. Sie bestehen aus den Phänomen unserer Welt und sind somit in der Natur angelegt. 4)
So heißt es im Tao Te Ching:
Der Mensch folgt den Gesetzen der Erde.
Die Erde folgt den Gesetzen des Himmels.
Der Himmel folgt den Gesetzen des Tao.
Das Tao folgt den Gesetzen seiner inneren Natur.

Das Tao als ein eigenständiges Gesetz ist eine Zeit- und Raumlose Prägung zwischen den Phänomen des Universums. Es fragt nicht nach Anfang und Ende, es kennt nur die universelle Beziehung zwischen den Dingen. Diese philosophische Erkenntnis, dass nur durch die Übereinstimmung aller Phänomene die Welt existieren kann , zeigt, dass der Sinn unserer Existenz in der Beziehung zu uns selbst liegt. Der Mensch mit seinem Intellekt  kann diese Beziehung  in Frage stellen, oder sie in den Tiefen seines Inneren ergründe 

Wenn wir die Welt verstehen wollen können wir uns nur auf die Wirklichkeit der Dinge beziehen, also auf das Seiende, auf uns selbst. Hierfür müssen wir mit der Gegenwart und dem Universum eins werden. Der Taoismus beschreibt diesen Weg zu einer möglichen Vereinheitlichung zwischen unserem Bewusstsein und der Unendlichkeit des Raums.

Das Tao, für die persönliche bzw. individuelle Suche nach dem Sinn des Lebens, liegt in der inneren Einkehr des Suchenden.  In der Meditation ist durch die Bewusstseinserweiterung  ein individuelle Befreiung der geistigen Manipulation möglich. Hier endet die Suche nach dem Selbstverständnis und dem Sinn des Lebens durch die geistige Erleuchtung (Satori). Das Sein löst sich auf in ein Seiendes, die Welt ist jetzt denkunabhängig und vollkommen übereinstimmend.

Nach der asiatischen Mythologie ist diese Bewusstseinserweiterung die vollkommene Verschmelzung zwischen dem inneren Seienden und dem äußeren Sein.

ZUSAMMENFASSUNG
Die Urfragen der Menschheit beschäftigten schon seit Jahrtausenden herscharren von Philosophen. Diese Grundfragen nach dem Sinn des Seins, dem Anfang der Zeit, oder dem Ursprung unserer Schöpfung, versuchten die Philosophen im den vergangen Jahrhunderten durch mythische Interpretationen und religiösen Überlieferungen zu ergründen, doch eine wissenschaftlichen Beweis mussten und konnten sie nicht erbringen. Die Philosophie argumentiert nicht nach der Logik eines wissenschaftlichen Modells, doch die Wissenschaft und ihre Erkenntnisse werden von der Philosophie getragen, sonst entwickelt sie sich zu Katastrophe; dies erkannte schon Martin Heidegger im vorigen Jahrhundert.
Die philosophische Literatur von Thales 645 v.Chr. bis Kant 1724 zeigt, dass der Mensch den  Göttern der Mythologie ausgesetzt war. Der Glaube an die mythische Macht der Dämonen und Götter versetzte den Mensch in einer zwanghaften Schuld und Angst die eine fortschrittliche opportunistische Denkweise unterdrückte.
Erst durch die "Philosophie der Aufklärung" von Emanuel Kant und die Berufung auf die  Vernunft und gegen die Bevormundung durch die Obrigkeit, kam es zu einer optimistischen Fortschritterwartung und zu einer Verwissenschaftlichung des Denkens. Doch seit der Aufklärung dominierte weiterhin Ratio  über die wesendlichen Fragen nach dem Sinn der Welt und dessen Schöpfung. Die Aussage des Philosophen Heidegger zeigt, dass die Wahrheit in der Konvergenz der Natur- und Geisteswissenschaften liegt. Heidegger der den Sinn der Zeit in seinem Werk "Sein und die Zeit" aufdeckt, zeigt uns, dass der  Sinn vom Sein  das ursprüngliche Wesen der Zeit ist und das die Zeit das Zentrum unserer Seinswahrnehmung ist. Der Mensch als Mittelpunkt der Existenz  bringt Heidegger zu der Erkenntnis, dass zum innersten Wesen des existierenden Menschen die Zeit gehört. Diese Urzeit ist der Sinn vom Sein und liegt als verschlossene und Unbewusste Dimension in der Existenz des Menschen. Die Zeit zieht an uns vorbei, wodurch wir die Ereignisse nur aus der Vergangenheit interpretieren können. Wir erkennen was nicht ist! Die Zeit ist der transzendentale Ursprung in der  Seienden Existenz des Menschen. Das Bewusstsein bildet dabei die schöpferische Kraft zwischen der Zeit und dem Raum. Sie lässt aus dem Nichts die Welt entstehen.Das Tao aus dieser philosophischen Erkenntnis ist die Verbindung zwischen unserer inneren Welt und dem kosmologischen Ereigniswelt. Der Mensch als Träger der Zeit verbindet eine unbewusste Beziehung zu allen Ereignissen unserer Gegenwart, also aus dem Nicht welches aus der Vergangenheit kommt und sich in das Zukünftige verliert. Am deutlichsten zeigt dies die "Bootsstop-Hypothese", sie ist der Versuch eine Gesamtübereinstimmung über Ursache und Ereignis sowie dessen Sinn zu erfahren. Diese von Geoffery Chew entwickelte philosophisch-wissenschaftliche These macht entgültig Schluss mit der mechanischen Weltanschauung Newtons. In der Bootstrop-Hypothese ist das Universum eine dynamische Einheit. Keine Eigenschaft ist fundamental, alles steht in einer Wechselbeziehung zueinander, dessen Gesamtübereinstimmung die Struktur dieser Einh
eit bestimmt. Alle Naturgesetze hängen letztlich zusammen und um eine zu erklären müssen wir erst alle anderen verstehen. Diese philosophisch- naturwissenschaftliche Erkenntnis beinhalt die metaphysische Vorstellung, dass jede Teil die Eigenschaften aller anderen Teile enthält und deren Beschaffenheit aus dem "Nichts" erwacht ist. Dies Vorstellung berührt den Gipfel des buddhistischen Denkens und basiert auf den "Avatamsaha-Sutra", in der das Universum als vollkommenes Netzwerk in gegenseitiger Beziehung erscheint. Diese mythische Vision entspricht der östlichen Weltanschauung und wirt am klarsten im Taoismus ausgedrückt. Die Frage nach Anfang und Ende wird in der taoistischen Philosophie nicht gestellt, sie kennt nur die universelle Beziehung zwischen den Dingen. Diese philosophische Erkenntnis zeigt, dass der Sinn unserer Existenz in der Beziehung zu uns selbst liegt und der Weg über die unbewusste Erfahrung unserer Selbsterfahrung führt. 

 


Home          Physik          Philosophie        Meditation      Kontakt          weiter

Wilfried Louis  20045                                                                © Copyright  


Quellennachweis

1) Auszüge aus: "Deutschland deine Denker": Verlag Gruner + Jahr AG & CO,  Hamburg 3. Auflage 1980 ISBN          3-570-00771-5

2) Auszug aus dem Buch: "Gott und die moderne Physik", Paul Davies - C. Bertelsmann Club GmbH - Gütersloh Buch-Nr      0490064

3) Auszug aus dem Buch: "Der Mensch im Kosmos", Piere Teilhard de Chardin - Verlag C. H.   Beck  ISBN 3406455417

4) Auszug aus dem Buch: "Das Tao der Physik", Fritjof Capra-Scherz Verlag (O.W. Barth Buch) 

5) Auszug aus dem Buch: "Bildung" (Seite 336/337 Philosophen) Dieterich Schwanitz Verlag Eichhorn AG / ISBN 3-8218-0818-7

* "Nichts" ist eine Beschreibung die nur eingeschränkt zulässig ist.

**Taoismus: ( vom chine. Tao-, Weg ) philosophisches Tao, der Ursprung des Alls, "Laotse"
                     (die teilweise auf das 3.Jh.v.Chr. zurückgeht)
 * S-Matriz-Theorie:
Wurde 1943 von Heisenberg vorgeschlagen und in den letzten Jahrzehnten zu einer komplexen mathematischen Struktur aufgebaut. Sie dient der Beschreibung starke Wechselbeziehungen der Hadronenstrukturen (Hadronen bestehen aus einer kleinen Anzahl von Elementarteilchen, Baryonen und/oder  Mesonen). Die S-Matrix versammelt die Wahrscheinlichkeiten für alle möglichen Reaktionen mit Hadronen. (Sie ist aber so komplex, dass keineswegs sicher ist das diese S-Matrix  jeweils vollständig konstruiert wird). Ihr Name stammt daher, dass man die Gesamtzahl der möglichen Hadronenreaktionen in einer endlosen Anordnung vorstellen kann, die die Mathematiker Matrix nennen. Der Buchstabe "S" ist ein Überbleibsel des ursprünglichen Namens "Streuungs-Matrix" der sich auf die Kollision oder Streuungsprozesse der Teilchenreaktionen bezieht. Man könnte dies Matrix für alle möglichen Strukturbeschreibungen benutzen um alle Wechselbeziehungen und Wahrscheinlichkeiten aufzuführen.
Siehe u. a. Das Buch OW: Barth-Buch Scherz Verlag. "Das Tao der Physik" von Frijof  Capro, Kapitel 17 "Strukturen im Wandel".
Weiter Informationen: Bootstrap Methods-Aplikation. (Campridge University Press 1995)

Internet: http://www.epfl.ch/davison/BMA/reviews.html


Wilfried Louis  2001                                                                  © Copyright